Autismus und Tiere - Bedeutung für das Konzept der Empathie

Autismus und Tiere - Bedeutung für das Konzept der Empathie

Beitragvon DanielaW » So Mai 08, 2011 10:09 pm

Ich habe oft gelesen (z.B. Studien und Beiträge in der Zeitschrift Anthrozoös), dass autistische Kinder mit Tieren schneller in soziale Interaktion treten als mit Menschen und beispielsweise auch Blickkontakt herstellen etc. Anscheinend findet hier eine Kommunikation auf anderen "Ebenen" statt. Wie verstehen autistische Menschen Tiere? Das bedeutet doch, dass Kinder mit Autismus NICHT grundsätzlich keine Theory of Mind (ToM) bilden können oder nicht zu Empathie fähig sind.
Es gibt die Theorie, dass die Interaktion mit Tieren vor allem phylogenetisch ältere Hirnstrukturen aktiviert - gibt es dazu aktuelle Forschung? - wie wichtig sind diese Strukturen für die Empathie? Und was bedeutet dies für die Therapie?

Könnte man sagen, dass die zunehmende Bedeutung und Förderung von höheren kognitiven Funktionen in der Gesellschaft - (z.B. IQ-Funktionen, Sprache etc) die eher in phylogenetisch jüngeren Hirngebieten angesiedelt werden - auf Kosten einer anderen, ursprünglicheren Art von Kommunikation geht? Dass das "Mitfühlen" der "Berechnung" weicht?
DanielaW
 
Beiträge: 1
Registriert: So Mai 08, 2011 9:28 pm

Zurück zu Thema

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron